450.000 Kinder bekommen kein kostenloses Mittagessen

Knapp 450.000 Kinder haben Anspruch auf ein kostenloses Schulmittagessen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (Stand November 2019), darunter rund 155.000 unter sechs Jahren und 257.000 im Alter von 6 bis 15 Jahren. Das geht aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor, die Sabine Zimmermann, Sozialexpertin der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag, ausgewertet hatte. Zimmermann ist auch Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Zimmermann erklärt zu diesen Zahlen: „Familien trifft die Corona-Krise doppelt hart: Wer Hartz IV oder Kinderzuschlag bezog, hatte bislang Anspruch auf ein kostenloses Schulmittagessen. Dieses Mittagessen ist aufgrund der Schulschließungen nun weggefallen. Das wird voraussichtlich auch nach den Osterferien so bleiben. Ich fordere die Bundesregierung auf, so schnell wie möglich allen betroffenen Familien rückwirkend ab 1. März einen monatlichen Zuschuss zur Verfügung zu stellen, um die Mehrkosten für das Mittagessen auszugleichen. Kinder brauchen ein warmes Mittagessen, auch und gerade jetzt während der Pandemie. Außerdem braucht es auf Hartz IV und Sozialhilfe einen Pandemiezuschlag von 200 Euro pro Monat und Person. Denn derzeit sind auch viele Tafeln geschlossen und die Kosten für einige Güter sind gestiegen.“