Arbeitslosenversicherung muss auf den Abschwung vorbereitet sein

„Die aktuellen Arbeitslosenzahlen wiegen in falscher Sicherheit. Erst kürzlich hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit in seinem aktuellen Arbeitsmarktbarometer eingeräumt: Aufgrund der schwächelnden Konjunktur ist künftig wieder mit einer steigenden Arbeitslosenzahl zu rechnen. Statt sich auf der guten Arbeitsmarktlage auszuruhen, muss die Bundesregierung daher jetzt aktiv gegensteuern“, kommentiert Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit. Zimmermann weiter:

„Dazu gehören konjunkturstärkende Maßnahmen, allen voran eine aktive Politik für höhere Löhne. Dazu braucht es so schnell wie möglich einen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde sowie eine deutliche Stärkung der Tarifbindung. Außerdem muss die Arbeitslosenversicherung für den Abschwung fit gemacht werden: Leichterer Zugang zum Arbeitslosengeld, längere Bezugszeiten, ein Recht auf Weiterbildung – das sind die Bausteine, mit denen die Arbeitslosenversicherung auch in Zeiten des Wirtschaftsabschwungs wieder verlässlich wird.“