Langjährig versicherte Rentner haben weniger Kaufkraft als noch im Jahr 2000

Die Kaufkraft einer durchschnittlichen Rente für langjährig Versicherte ist zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2018 erheblich zurückgegangen. Während der durchschnittliche Zahlbetrag dieser Rentenart in diesem Zeitraum um rund 6,5 Prozent stieg, kletterten die Verbraucherpreise in demselben Zeitraum um 29,9 Prozent nach oben.

Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Abgeordneten Sabine Zimmermann, Sozialexpertin der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag, hervor.

Die Rente für langjährig Versicherte ist die typische Rente für eine lange Erwerbsbiografie von mindestens 35 Jahren, wobei auch Zeiten von Arbeitslosigkeit, Krankheit und Kindererziehung mitzählen. Ihr Durchschnittswert hängt nicht nur von den periodischen Rentenerhöhungen ab, sondern auch von den Veränderungen des Rentenrechts und der Lebensläufe, die beim durchschnittlichen Rentner des Jahres 2000 jeweils noch günstiger waren als beim durchschnittlichen Rentner des Jahres 2018.

Zimmermann erklärt dazu: „Die gesetzliche Rente muss gestärkt werden, unter anderem muss das Rentenniveau auf 53 Prozent erhöht, die Kürzungsfaktoren gestrichen und die Rente erst ab 67 abgeschafft werden. Es besteht definitiv kein Anlass für die Bundesregierung, sich auf den stärkeren Rentenerhöhungen der letzten Jahre auszuruhen. Diese waren kein politischer Verdienst, sondern allein der starken Konjunktur geschuldet.“

Zimmermann weiter: „An der Rentenformel, die 2003/2004 bewusst beschädigt wurde, hat sich nichts geändert. Es ist daher absehbar, dass die Kaufkraft der Renten sinken wird, wenn der konjunkturelle Abschwung und die demografische Entwicklung zubuche schlagen. Es ist höchste Zeit, die gesetzliche Rente wieder herzustellen. DIE LINKE. fordert: Rauf mit dem Rentenniveau, rauf mit den Löhnen!“

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