Linke kritisiert: Regierung steht bei Einheit auf der Bremse

MOZ.de am 1. Oktober 2019

Die Linke im Bundestag hat die große Koalition zu entschiedenem Handeln für die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West aufgefordert.

(…) Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, kritisierte: „Viel zu viele Menschen sind seit Jahren abgehängt und gefangen im Hartz-IV-System, insbesondere in Ostdeutschland.“

Etliche Betriebe im Osten seien abgewickelt worden. „Viele Beschäftigte haben seitdem keinen dauerhaften ordentlichen Arbeitsplatz mehr gefunden“, sagte Zimmermann. Dies lasse sich etwa daran ablesen, dass gerade im Osten viele Menschen über Jahre auf Hartz IV angewiesen seien. (…)

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weitere Veröffentlichungen:

Badische Zeitung am 2. Oktober 2019: Die Kluft zwischen Ost und West wird kleiner30 Jahre nach dem Mauerfall haben sich die neuen und die alten Bundesländer in vielen Dingen angenähert / Trotzdem bleiben im sozialen Bereich die Unterschiede deutlich. – >> Langzeitbezug von Hartz IV: Ende 2018 bezogen 46 Prozent aller arbeitslosen Hartz-IV-Bezieher im Westen seit vier Jahren oder länger Hartz IV, in Ostdeutschland 55 Prozent. Noch größer ist die Spannbreite zwischen den Kreisen – von 14 Prozent arbeitsloser Hartz-IV-Beziehern mit mindestens vier Jahren Leistungsbezug im bayerischen Eichstätt bis hin zu 67 Prozent im sächsischen Görlitz und Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg. Nach dem Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft hätten etliche Beschäftigte keinen dauerhaften Job mehr gefunden, sagt Linken-Arbeitsmarktexpertin Sabine Zimmermann. <<