Viele Geschäftsstellen der Bundesagentur für Arbeit wurden geschlossen

Seit dem Jahr 2009 wurden 54 Geschäftsstellen der Bundesagentur für Arbeit geschlossen bzw. zusammengelegt, wie es im offiziellen Sprachgebrauch der BA heißt.

In diesen Fällen sei das Dienstleistungsangebot auf die nächstgelegene Hauptagentur bzw. Geschäftsstelle konzentriert worden. Im selben Zeitraum kam es zu 9 Neugründungen von Geschäftsstellen.

Zu den meisten Schließungen/Zusammenlegungen kam es im Bezirk der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen mit 9, bei einer Neugründung seit 2009.

Dies geht aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann hervor. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE erklärt dazu:

„Die Schließung von Standorten bedeutet in der Regel eine längere Anfahrt und somit eine Verschlechterung der Dienstleistungsqualität. Überwiegend sind ländlich geprägte Regionen betroffen, in denen es einen eher dünnen öffentlichen Personennahverkehr gibt. Dazu kommt der symbolträchtige Rückzug einer Bundesbehörde aus oft ohnehin strukturschwachen Gebieten.“

Zimmermann weiter:

„Sowohl Beschäftigte, Erwerbslose als auch Arbeitgeber dürfen für ihre Beiträge eine gute und schnelle persönliche Erreichbarkeit der Arbeitsagentur erwarten. Angesichts der sich in den vergangenen Jahren gut entwickelnden finanziellen Lage der BA sind die Schließungen von Geschäftsstellen nicht nachvollziehbar. Vor dem Hintergrund eines konjunkturellen Abschwungs und zu erwartender steigender Arbeitslosigkeit ist es unverantwortlich Geschäftsstellen zu schließen. An die BA appelliere ich von weiteren Geschäftsstellenschließungen abzusehen.“

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